thermoelektrik wärme zu strom enerquinnSelbst für Kenner der Kraft-Wärme-Kopplung bietet sich im Heizraum von enerquinn im Moment ein ungewohnter Anblick:
Einzelne Teile des eingebauten Blockheizkraftwerks (BHKW) sind dick in Alufolie eingepackt und mit einer Apparatur verbunden, die dort normalerweise nicht zu finden ist. Der Aufdruck „Fraunhofer IPM“ auf dem angeschlossenen Schaltschrank lässt es schon vermuten: hier wird geforscht!

Mitarbeiter des Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM untersuchen derzeit bei enerquinn, wie Abwärme sinnvoll und effizient genutzt werden kann. Denn Abwärme fällt in allen Bereichen des täglichen Lebens an, so auch beim Betrieb eines BHKW.

Ziel der Entwicklungen ist es, vorhandene Abwärme als Energieressource zu etablieren, die einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Mit dieser Umwandlung von Wärme in elektrische Energie beschäftigt sich das Forschungsgebiet der Thermoelektrik. Fraunhofer IPM hat zu diesem Zweck sogenannte thermoelektrische Generatoren (TEG) entwickelt, die bereits aus kleinen Temperaturdifferenzen Strom erzeugen können. TEG arbeiten emissions- und geräuschlos, wartungs- und vibrationsfrei. Sie sind problemlos skalierbar und einfach nachzurüsten.

Angeschlossen an den Abgaswärmetauscher des BHKW kann mittels des TEG die elektrische Leistung um bis zu 3% gesteigert werden. Bei einem BHKW mit 50 kW elektrischer Energie können so 9.000 kWh/a zusätzlich erzeugt und damit eine Stromkostenersparnis von rund 2.600 Euro erzielt werden. Und dies ohne großen Aufwand und vor allem ohne den Einsatz zusätzlicher Primärenergie.

Ein wegweisender Beitrag zur noch effizienteren Nutzung von Energie und damit ganz im Sinne der Energie-Spezialisten von enerquinn!