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Pressemitteilung der Hochschule Biberach, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Land fördert KI-Projekte: Hochschule Biberach verknüpft maschinelles Lernen mit Aspekten der Energiewende

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert im Rahmen des Innovationswettbewerbs „KI für KMU“ neun Verbundprojekte für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Mittelstand mit insgesamt 2,5 Millionen Euro. Dies gab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in der vergangenen Woche in Stuttgart bekannt.

Die Maßnahme ist Teil des „Aktionsprogramms KI für den Mittelstand“ der Landesregierung. Neun Projekte wurden für die Förderung ausgewählt, darunter das Konsortium der Hochschule Biberach (HBC) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten sowie den Unternehmen Enerquinn GmbH, Weingarten, und Mondas GmbH, Freiburg. Das KI-Verbundprojekt „KI-basierte Wartungsoptimierung von Blockheizkraftwerken“ wird mit rund 300 000 Euro gefördert, die Projektleitung übernimmt die Hochschule Biberach. Verantwortlich ist Professor Andreas Gerber aus dem Studiengang Energie-Ingenieurwesen bzw. dem Institut für Gebäude- und Energiesysteme. Zielsetzung des Antrages ist es, KI-Technologien einzusetzen, um fehlerhafte Betriebszustände von BHKWs automatisiert zu erkennen und Wartungsarbeiten bedarfsorientiert durchzuführen. „In diesem Vorhaben verknüpfen wir Methoden des maschinellen Lernens, der Signalanalyse und der Erfassung großer Datenmengen mit einem zentralen Aspekt der Energiewende, der Kostensenkung regenerativer bzw. hocheffizienter Systeme für die Wärme- und Stromversorgung“, erläutert Professor Andreas Gerber.  Besonders hervorzuheben sei dabei der Transfer von Ergebnissen angewandter Forschung in die praktische Umsetzung von mittelständischen Unternehmen.

Damit trifft der Verbund der Hochschule Biberach die Intension der Förderlinie: die Innovationskraft und das spezialisierte Branchenwissen des Mittelstands mit der hervorragenden KI-Forschung im Land zusammenzubringen, damit daraus neue Produkte und Dienstleistungen sowie effizientere Prozesse entstehen, so das Wirtschaftsministerium. „Wir müssen noch besser darin werden, Forschungsergebnisse schnell und erfolgreich in die kommerzielle Anwendung zu bringen“, so Hoffmeister-Kraut. Gerade kleine und mittlere Unternehmen hätten dafür häufig nicht die nötigen Kompetenzen und Kapazitäten. Mit den Modellprojekten setze das Land an diesem Punkt an und unterstütze gezielt die Entwicklung von erfolgversprechenden KI-Innovationen. Außerdem wolle man branchenübergreifend weitere Unternehmen anregen, eigene KI-Lösungen zu entwickeln.

Das Ministerium hatte den Innovationswettbewerb von Juli bis Oktober dieses Jahres mit einer maximalen Fördersumme von 300.000 Euro ausgeschrieben. Voraussetzung für eine Bewerbung war eine Beteiligung von mindestens zwei kleinen oder mittleren Unternehmen sowie einer Forschungseinrichtung aus Baden-Württemberg. Außerdem mussten sich die Projekte an den konkreten Bedarfen der Unternehmen orientieren.

Der Aufruf stieß auf sehr starkes Interesse bei den Unternehmen: Es gingen 40 Projektanträge ein, an denen insgesamt 100 Firmen aus dem ganzen Land beteiligt waren. Auf Basis des verfügbaren Budgets in Höhe von 2,5 Millionen Euro konnten hieraus neun Projekte für eine Förderung ausgewählt werden. Die Projekte sind bereits im Januar 2020 gestartet und haben eine Laufzeit von einem Jahr. Sie decken sowohl bei den Anwendungsfeldern als auch bei den Branchen eine große Bandbreite ab – vom produzierenden Gewerbe über die Logistik und Automobilbranche bis hin zu Medizin und Biotechnologie. Das Gesamtprojektvolumen der neun geförderten Projekte beträgt 4,1 Millionen Euro. Neben den Fördermitteln des Wirtschaftsministeriums leisten die beteiligten Unternehmen zusätzlich Eigenbeiträge in Höhe von 1,6 Millionen Euro.

 

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